JVA Fulda

Weihnachtsfeier in der JVA Fulda – Geschenke für jeden Inhaftierten

Seit Jahren gibt es die vorgezogene Feier der Geburt Christi mit Verlesen des Weihnachtsevangeliums in der Justizvollzugsanstalt Fulda. Der Andachtsraum hatte sich bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Anstaltsseelsorger Gemeindereferent Heinrich Schöning und Pfarrer Dr. Andreas Leipold hatten für die musikalische Gestaltung das Gitarrenensemble mit Lothar Ebert, Lena Ackermann, Simeon Repp und Mark Voth sowie die „Schola and more“ aus Niederkalbach (Leitung Andrea Reck) gewinnen können. Um auch die Inhaftierten zu beteiligen, gab es Liedzettel und so füllte der Gesang bei „Macht hoch die Tür“ den ganzen Raum. Als Zeichen des Friedens und der Verbundenheit über brachten Jannika Kulgemeyer – Nentwich von der Pfadfinderschaft St. Georg und Christina Brähler vom Verband Christlicher Pfadfinder das Friedenslicht von Bethlehem.

Das Weihnachtsevangelium, das durch die Zwischengesänge der Schola in drei Abschnitte gegliedert wurde, verlasen Prälat Christof Steinert, ein Inhaftierter und Theologe Dr. Meins Coetsier. In seinem adventlichen Gedanken sagte Heinrich Schöning, dass der Advent eine Zeit der Erwartung, der Aufmerksamkeit und der Zuversicht sei und verknüpfte eigne Lebenserfahrung mit den Möglichkeiten, die die JVA, trotz eingeschlossen sein und mancher dunklen Stunde, bietet. Das eigene Leben in einem neuen Licht zu sehen und Veränderung zu ermöglichen, sei eine Chance. Beeindrucken war die „Russische Weihnacht“. Mit ausdrucksstarker Stimmen und ebensolchem Gitarrenspiel sang ein Inhaftierter ein russisches Weihnachtslied. Meins Coetsier begleitet mit der zweiten Gitarre. Mit dem Gedicht „Schenk dir Weihnachten“ unterstrich Heinrich Schöning, dass Gott Mensch geworden sei, um die Menschen zu beschenken und dass es wichtig sei, sein Innerstes zu öffnen, um das Geschenk empfangen zu können.

JVA Fulda Andacht

Begonnen hatte die Weihnachtsfeier mit einem Querflötenstück von Pfarrer Andreas Leipolt. Ihm folgte Anstaltsbeiratsvorsitzender Winfried Möller mit der Begrüßung. Er dankte den Mitwirkenden, brächten sie doch ein Stück der Weihnachtsfreude in die JVA. Sein Dank galt auch den Vollzugbeamten für ihren Dienst, der nicht immer leicht sei. Nach dem Vaterunser und dem Segen sangen alle Anwesenden “O du fröhliche“, begleitet von den Gitarristen um Lothar Ebert. Stellvertretender Anstaltsleiter Claus – Peter Mihm, der die Grüße des erkrankten Anstaltsleiters Winfried Michel überbrachte sagte, dass Weihnachten für die Gefangenen keine leichte Zeit sei, weil sie von Familie und Freunden getrennt seien. Er wünschte allen die Kraft nicht aufzugeben, sondern den Blick hoffnungsvoll nach vorne zu richten. Das Engagement unterschiedlicher Personen und Gruppen zeige, dass die Inhaftierten den Menschen draußen nicht gleichgültig seien. Am Heiligen Abend werde jeder Inhaftierte zudem ein Weihnachtsgeschenk bekommen, das durch das Engagement von Anstaltsbeiratsmitglied Rolf Müller möglich wurde.

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