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JVA Hagen: Ein besonderes Gefängnis, die Einweisungsanstalt

Vom Hagener Gefängnis habt ihr bestimmt schon einmal etwas gehört. Es handelt sich um eine besondere Justizvollzugsanstalt (JVA). Zwar sitzen hier, wie in anderen Gefängnissen, Strafgefangene ein.

Aber niemand von ihnen muss hier seine gesamte Strafzeit absitzen. Denn die Hagener JVA ist ein Einweisungsgefängnis. Das bedeutet: Zahlreiche Straftäter werden nach ihrer Verurteilung vor Gericht zunächst in die JVA Hagen eingewiesen. Hier wird dann gründlich untersucht, welches Gefängnis für ihre Resozialisierung am ehesten in Frage kommt.

Mit Resozialisierung ist gemeint, dass Verbrecher nicht bloß für eine bestimmte Dauer in einem Gefängnis eingesperrt bleiben, sondern sie sollen die Zeit nutzen, um etwas zu lernen. Sie dürfen zum Beispiel einer Arbeit nachgehen und etwas Geld verdienen. Das alles soll ihnen helfen, sich später, wenn sie wieder in die Freiheit entlassen werden, besser in der Gesellschaft zurechtzufinden, einen Beruf zu ergreifen und keine Straftaten mehr zu begehen.

Jedes Gefängnis bietet andere Möglichkeiten der Resozialisierung. Und welche am besten zu einem Gefangenen passen, wird in Hagen geprüft. Deshalb heißt es Einweisungsanstalt.

Anmerkung von Aufschluss: Es gibt immer wieder Berichte von Häftlingen, die von der Betreuung und den Angeboten in Hagen enttäuscht sind. Daher muss nicht zwingend alles Gold sein, was in Hagen zu glänzen scheint. Die Idee jedoch, dem Vollzug eine Resozialisierungsinstanz vorzulagern, ist ein richtiger Ansatz.

Dieser Artikel ist erschienen bei wr.de. (Alle Textrechte hat der genannte Inhaltsanbieter)

(Bildquelle und alle Rechte des Titelbildes sowie des Artikelbildes: CC0 Public Domain )

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