“Restorative justice”: Kulturradio lässt Leonhard-Absolventen zu Wort kommen

(Bildquelle: Leonhard gGmbH – Imagefilm)

Für den Beitrag vom 16.11.2016 mit dem Thema “Jenseits von Sing Sing – Wie restorative justice Straffällige wieder gesellschaftsfähig machen will”, hat Giusi Valentini u.a. zwei Teilnehmer des 10. Leonhard-Kurses interviewt.

Diese Interviews, die Mitte Oktober auf der Abschlussveranstaltung in der JVA München (Stadelheim) entstanden sind, zeigen einmal mehr, wie nachhaltige Wiedereingliederung funktionieren kann.
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JVA Rothenfeld: Wo Häftlinge zu Bauern werden

(Bildquelle und alle Rechte bei Klaus Mergel / Merkur.de)

Rothenfeld – Die JVA Rothenfeld ist kein gewöhnliches Gefängnis, eher ein Hofgut mit Zellenbereich. Die Häftlinge dürfen sich hier freier bewegen als anderswo, außerdem arbeiten sie in der Landwirtschaft mit. Ein Besuch. (Von Klaus Mergel)

Der Witz mit den freilaufenden Hühnern drängt sich auf. Ein Eierkarton mit dem amtlichen Stempel einer Justizvollzugsanstalt darauf – wie viel Freiheit kann Federvieh im Gefängnis haben? Fritz Ostner, Betriebsleiter der JVA Rothenfeld (Kreis Starnberg), nimmt die Frage durchaus ernst. „Unsere Hühner dürfen raus aus dem Stall“, sagt er. Genau genommen leben sie hier aber etwas eingeschränkter als die JVA-Insassen: Wer in Rothenfeld einsitzt, hat es schon fast in die Freiheit geschafft. Darf sich auf dem Gelände ungehindert bewegen. Und: Er darf in der Landwirtschaft arbeiten. Darf. Bei näherem Hinsehen ist das ein Privileg.
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JVA Kaisheim: Bediensteter soll mit “Reichsbürgern” sympathisieren

(Bildquelle und alle Rechte bei Luftbild Laumer)

Der 56-Jährige darf nach Medienangaben die Anstalt im Landkreis Donau Ries nicht mehr betreten.

Ein Bediensteter der Justizvollzugsanstalt (JVA) Kaisheim (Landkreis Donau Ries) steht im Verdacht, mit den sogenannten Reichsbürgern zumindest zu sympathisieren. Der 56-Jährige ist deshalb, so die Augsburger Allgemeine, vorübergehend suspendiert. In seinem Fall ermitteln das Landesamt für Verfassungsschutz und die Generalstaatsanwaltschaft München. Nach dem Bericht erklärte JVA-Direktor Friedhelm Kirchhoff, dass es gewisse Anhaltspunkte gebe, dass der Beamte in diese Richtung tendiere. Direkte Erkenntnisse, dass der Mitarbeiter tatsächlich ein bekennender “Reichsbürger” ist, habe es zunächst nicht gegeben.
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JVA Stadelheim: Eklat bei erstem Verfahren im neuen Hochsicherheitssaal

(Bildquelle und alle Rechte bei dpa)

Der neue Hochsicherheitssaal in München ist für Prozesse mit besonderem Gefährdungspotenzial ausgelegt. Terroristen, Extremisten, Mafiosi und vielleicht besonders gefährliche Mörder werden auf der Anklagebank Platz nehmen. Der Start verläuft holprig.

München – Mit einer Stunde Verspätung wegen Kontrollen und einem Eklat hat der erste Prozesstag im neuem Hochsicherheitssaal in der Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim begonnen. Mehrere Anwälte beantragten am Montag die Rückkehr in den alten Verhandlungssaal im Strafjustizzentrum nahe dem Hauptbahnhof. Richter Manfred Dauster unterbrach daraufhin die Verhandlung gegen zehn mutmaßliche Mitglieder der Türkischen Kommunistischen Partei/Marxisten-Leninisten (TKP/ML) bis Freitag. Sie sollen Mitglieder rekrutiert, Treffen organisiert und Geld beschafft haben.
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Gefährder hinter Gittern – Kampf gegen Radikalisierung in Gefängnissen

(Bildquelle und alle Rechte bei Spiegel Online)

In Gefängnissen können Extremisten leicht neue Anhänger rekrutieren. Hessen will nun Vorreiter im Kampf gegen die Radikalisierung werden: Experten sollen gefährliche Häftlinge und ihre geheimen Codes erkennen. (Von Max Holscher und Martin Sümening (Video), Frankfurt)

Mit Nägeln und Metallsplittern war die Rohrbombe gefüllt, die Halil D. in seinem Keller im hessischen Oberursel aufbewahrte. Geeignet, um viele Menschen zu verletzen oder sogar zu töten. Als er in einem Baumarkt weitere Chemikalien kaufte, griffen die Ermittler zu: Verdacht der Vorbereitung eines Terroranschlags.
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Verurteilt und Verkauft

(Bildquelle und alle Rechte bei Welt am Sonntag / Michael Löwa)

Gefangenenarbeit gilt als wichtigstes Mittel der Resozialisierung, doch die Häftlinge fühlen sich ausgebeutet. Mindestlohn und Mitbestimmung gibt es nicht – so können die Knastbetriebe zu Dumpingpreisen produzieren. (Von Steffen Fründt aus Sehnde)

Mit einem Knacken öffnet sich das elektronische Schloss der Zwischentür. Ein Mann kommt den schmalen Korrido herauf, geht vorbei an schweren Zellentüren, sein Gang ist kraftvoll, dem leichten Humpeln zum Trotz. Er wirk jünger als die 47 Lebensjahre, die in seiner JVA-Akte stehen. Das Haar trägt er an den Seiten kurz geschoren. An de Händen glänzen dicke Ringe und eine klotzige Uhr mit Metallarmband. Übe dem Bizeps des rechten Arms verlaufe die dürren Ausläufer eines große Knasttattoos. Kai Rollenhagen ist kein Mann, dem die Sympathien zufliegen.
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„Papa hinter Glas“: Ausstellung zu Gefangenen-Kindern

(Bildquelle und alle Rechte bei heilbronnerstimme.de)

Mutter oder Vater von rund 500 Kindern sitzen im Gefängnis, allein in Unterfranken.

Was es mit Kindern macht, wenn ihre Eltern in Haft sind – dieser Frage geht eine Ausstellung nach, die an diesem Sonntag in Würzburg eröffnet wird. „Die wenigsten Kinder kommen zu Besuch“, sagt Doris Schäfer, Leiterin der katholischen Gefängnisseelsorge in der Diözese Würzburg. Gerade Gefangene, die ihre Besucher nur durch eine Trennscheibe sehen dürften, lehnten den Besuch ihrer Kinder auch häufig ab, sagt Schäfer. „Sie fürchten, dass die Kinder nicht verstehen würden, warum der Papa hinter Glas sitzt.“ Wenn sie nicht zu Besuch kämen, hätten Insassen für die Dauer ihrer Haft meist überhaupt keinen Kontakt zu ihren Kindern, sagt Schäfer. Denn in Bayern dürften Gefangene grundsätzlich nicht telefonieren – anders als in vielen anderen Bundesländern. Lediglich Brief oder Besuch seien zulässig. „Nur wenn jemand nie Besuch bekommt, dürfen einzelne Gefangene mal zehn Minuten im Monat telefonieren.“
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Ehrenamtlich in der Bewährungshilfe

(Bildquelle und alle Rechte bei dpa)

Das Berufsbild des Bewährungshelfer widerspricht vielen Klischees: Hier kann sogar ehrenamtlich geholfen werden.
(Von Anna-Lena Bayer, mittelbayerische.de)

Sie werden aktiv, sobald der Gerichtsbeschluss im Büro eingetroffen ist: Die Bewährungshelfer. Obwohl sie eng mit den Landgerichten zusammenarbeiten und eine wichtige Funktion innehaben, ist ihr Beruf vielen fremd – denn mit dem vermittelten Bild aus TV-Serien hat die Arbeit meist nur wenig zutun.
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Im Knast blüht der Drogenhandel

(Bildquelle und alle Rechte bei mittelbayerische.de / Foto Heike Haala)

Mehrfach fanden Regensburger JVA-Wärter eingeschmuggelte Drogen. Absolute Sicherheit kann es nicht geben, sagt die Leiterin.
(Von Heike Haala, mittelbayerische.de)

Regensburg. Drogen hinter Gefängnismauern: Wie kann das denn sein? Eigentlich sollten die Insassen dort ja Strafen für ihre Taten wie beispielsweise Drogenhandel verbüßen und keine neuen begehen. Fakt ist aber: Immer wieder finden Gefängnis-Wärter Päckchen mit verbotenen Substanzen in der Justizvollzugsanstalt.
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Wir helfen Menschen die zu einer Haftstrafe verurteilt wurden vor, während, nach der Zeit im Gefängnis ( JVA ). Angst vor der Inhaftierung? Wir klären auf!